Skigruppe

Im Land Fontanes

Brigitte Kähler-Bock
Zermützelsee
Foto: B. Kähler-Bock

Auf der Suche nach einem neuen Paddelrevier sind wir nach Studium des Jübermann Wasserwanderatlas Berlin Brandenburg auf die Seen um Neuruppin gestoßen. Der Campingplatz Stendenitz am Zermützelsee schien uns von der Lage am besten geeignet, nach mehreren Richtungen paddeln zu können.

Er war geöffnet und wir konnten uns für Mitte Juni anmelden.

Die Anfahrt über A39, A2 und Berliner Ring dauert mit Gespann etwas über 3 Stunden.

Durch viel Wald geht es vom Fontane-Städtchen Neuruppin an den einsam gelegenen C-Platz. Eine terrassierte Wiese schließt direkt an das Seeufer an.

An der Boltenmühle
Foto: B. Kähler-Bock

In den ziemlich neuen Sanitärräumen sind Waschbecken und Duschen in Kabinen getrennt, so können die Corona-Abstände eingehalten werden.

Die erste Tour führte uns durch einen Wasserarm über den Tornowsee zur Boltenmühle, ein gepflegtes Restaurant mit schöner Gartenanlage. Von dort kann man in 20 Min. zum Kalksee wandern, der nur durch einen Bach mit dem Tornowsee verbunden ist.

Eine weitere interessante Fahrt geht südwärts über den schmalen Tetzensee und Molchowsee, wo am Ende die Schleuse Alt Ruppin eine Weiterfahrt in den großen Ruppinsee ermöglicht. An dessen Nordende gibt es eine Einkehr-Möglichkeit mit großer überdachter Terrasse auf einer Landzunge, bevor man gestärkt die Rückfahrt antritt.

Boots-Einsatzstelle
Foto: B. Kähler-Bock

An den Ufern reihen sich die Wochenendhäuschen mit Bootsstegen aneinander. Es gibt viel zu schauen und Langeweile kommt nicht auf. Man genießt die Ruhe, denn Motorboote sind nur elektrisch unterwegs. Hausboote sind beliebt und tuckern langsam dahin.

Zwischen den Paddeltouren haben wir die schöne leicht hügelige Landschaft mit unseren Pedeleks erkundet. Es gibt ein erstaunlich gutes Radwegenetz, asphaltiert und mit Knotenpunkten wie in den Niederlanden.

Leckerer Saibling
Foto: B. Kähler-Bock

So kann man ca. 20 km nach Rheinsberg zum Schloss oder nach Lindow zur Klosterruine am Gudelachsee radeln.

Das Wetter war herrlich und lud auch zum Baden vor unserem Campingplatz ein. Die Seen sind durch natürliche Kanäle, die hier Rhin heißen, verbunden.

Über so einen langen Rhin kommt man nach Zippelsförde, wo sich eine große Fischzuchtanlage befindet mit Angelmöglichkeit in den Teichen. Natürlich gibt’s beim Fischer frisch geräucherte Saiblinge und Forellen- ein Genuss!

Die Woche ging viel zu schnell herum und wir beendeten den Aufenthalt in der benachbarten Waldschänke mit Tochter und Enkelin, die uns besucht haben.

Eine Gegend, die man auch ein zweites Mal ansteuern könnte.

Deutscher Alpenverein Sektion Braunschweig e.V., 26. März 2021