Sektion Braunschweig
zweispaltig
Aus dem Mitteilungsblatt 2/2017
Allgemein

Grußwort

Vanessa Gose
Vanessa Gose

Liebe Sektionsmitglieder,

In letzter Zeit ist es gute Tradition geworden, dass verschiedene Vorstandsmitglieder das Grußwort zum BS Alpin schreiben. Als Mitglied der Jugendleitung der Sektion ergreife ich gerne das Wort, um Euch meinen persönlichen Eindruck von der aktuellen Situation darzustellen:

Viel passiert in den einzelnen Bereichen, die unsere Sektion ausmachen. Ob es die Braunschweiger Hütte ist, es um die Jugend oder andere Gruppeninteressen geht, um alpine Anliegen, den Naturschutz oder auch um die Kletterer mit ihren unterschiedlichen Schwerpunkten. Genau diese Vielfalt macht unsere Sektion aus.

Eins der vielen Sektionsthemen ist das Projekt Kletterhalle. Schon in den Jahren vor der umfangreichen Sanierung der Braunschweiger Hütte gab es seitens des DAV immer wieder ein großes Interesse an einer eigenen Halle.

Welche Folgen der Bau einer eigenen Kletterhalle für unsere Sektion hat, ist aktuell nur zu erahnen. Die Finanzierbarkeit des Projekts ist sicherlich ein wichtiger Punkt, auch die Konkurrenzsituation zu anderen Kletterhallen der Region (Hildesheim, Hannover, Göttingen), weiter die Wirtschaftlichkeit des Betriebs und die Übereinstimmung des Projekts mit den anderen Zielen der Sektion (wie z.B. Wettkampfsport).

Eine erste Abschätzung dieser Aspekte wurde von der Projektgruppe „Projektteam Kletterhalle/ Vereinsheim“ erarbeitet und vorgestellt und ist auf unserer Internetseite einsehbar.

Vor zwei Jahren, mit Wahl des aktuellen Vorstandes, kam die Hoffnung auf, dass es mit dem Investor des Kletterhallenprojekts am Westbahnhof und dem Boulder e.V. einen Neustart geben wird. Nach einigen Gesprächen besteht auch jetzt noch die Möglichkeit für eine Kooperation. Aus den Beiträgen der Jahreshauptversammlung 2016 und Rückmeldungen zu der Präsentation des Projektteams Kletterhalle/Vereinsheim, wurde deutlich, dass es für viele Mitglieder interessant ist, die aktuelle Kooperationsmöglichkeit zu ermitteln und auch hierfür eine Arbeitsgruppe zu bilden.

Eine Kooperation von Boulder e.V. und DAV als zwei gemeinnützige Vereine, wäre deutlich einfacher zu organisieren, als z.B. eine Kooperation mit einem kommerziellen Hallenbetreiber. Die Stadt Braunschweig, die den Bau des Kletterturms des Boulder e.V. am Westbahnhof mit 350.000 Euro gefördert hat, zeigt ein großes Interesse an der Vereinskooperation und unterstützt die Umsetzung.

In den letzten zwei Jahren habe ich eine Kooperation mit dem Boulder e.V. im Vorstand befürwortet und vertreten. Ich finde es schade, dass die Verhandlungen der Kooperation im Verhältnis zum Projekt Kletterhalle/Vereinsheim nachrangig behandelt wurde. Umso mehr freue ich mich über die aktuelle Entwicklung, da es nun ein Team gibt, das die Kooperation organisieren möchte. Ich bin generell eher ein kritischer Mensch, aber ich vertraue auf demokratische Entscheidungen in unserem Verein. Das sollte der Weg sein, den wir als Mitglieder gemeinsam gehen.

Der Anteil der aktiv Kletternden im DAV Braunschweig liegt wohl bei knapp über 10%. Das war sicherlich bezüglich der Interessen an der Hütte nicht anders, als der Vorstand entschieden hat, große Summen für deren Sanierung bereitszustellen. Umso wichtiger ist es, in allen Entscheidungen eine Solidarisierung der unterschiedlichen Bereiche der Sektion herzustellen. Das ist grundsätzlich erforderlich, um den DAV mit seiner Vielfältigkeit zu erhalten.

In diesem Sinne möchte ich mich von euch aus dem Vorstand verabschieden, da ich das Amt der Jugendreferentin auf der letzten Jahreshauptversammlung abgegeben haben werde.

Alles Gute für Euch und bleibt gesund,

Vanessa Gose

Deutscher Alpenverein Sektion Braunschweig e.V., 13. Juni 2017