Sektion Braunschweig
zweispaltig
Aus dem Mitteilungsblatt 1/2017
Mountainbikegruppe

Saisonsabschlußfahrt über den Hermannsweg 2016

Stefan Hanson

Für die Abschlußfahrt 2016 fiel die Wahl auf den Hermannsweg, der über die Höhen des Teutoburger Waldes von Rheine bis zum Hermannsdenkmal bei Detmold führt.

Am 15.10.2016 sind wir zeitig mit der Bahn zu unserem Ausgangspunkt Hörstel bei Rheine gelangt. Um 9:30h ging es dann auf die Räder. Die Strecke bis zum Etappenziel Borgholzhausen ließ sich in 3 Abschnitte einteilen.

Bis Tecklenburg ging es abwechselungsreich über seichte Höhen durch farbenfrohen Mischwald an den Dörenther Klippen vorbei. Kurze steile Anstiege waren schnell bewältigt.

Morgenstimmung am Hermannsweg Bielefeld
Foto: Marko Fricke

Der zweite Abschnitt bis Bad Iburg war dagegen kein Highlight. Das Gerumpel einiger Kalksteinbrüche passte nicht so recht zur Waldesruh.

Nach der Mittagspause im traditionellen Restaurant Malepartus folgte der letzte Abschnitt. Die Anstiege wurden jetzt deutlich länger, schließlich sollte doch der Gipfel des Hankenüll, der höchste Punkt des Tages, erklommen werden. Auf den Kammhöhen erwarteten uns Nebelschwaden, der Wasser von den Bäumen tropfen ließ. Einige Wegabschnitte mit Kalkgestein verwandelten sich damit in schlüpfrige Rutschbahnen und erforderten eine vorsichtige Fahrweise. Unsere Anstrengungen wurden mit einer warmen Dusche im schönen Hotel Meyer und anschließendem griechischem Essen in gemütlicher Runde im idyllischen Borgholzhausen belohnt. (62 km, 1276 hm)

v. l. Thomas Bechtold, Benedikt Gorster, Marko Fricke und Stefan Hanson
Foto: Marko Fricke

Der nächste Tag empfing uns mit strahlendem Sonnenschein. Wir rollten in der Morgenfrische an der Ravensburg vorbei zur Kaffeemühle und über die Hühnenburg gen Bielefeld. In diesem Abschnitt gab es einige knackige geröllige Anstiege zu bewältigen. Hinter Bielefeld-Brack- wede wechselten wir zum südlichen Kamm des Teutoburger Waldes und erreichten dann auch bald den Ort Örlinghausen. Hier fanden wir nach verzweifelter Suche und Befragung von Einheimischen sogar ein Cafe und eine Pommesbude. Dann kam auch der letzte Abschnitt bis zum Hermannsdenkmal unter die Räder. Dieser wand sich zunächst durch endlos scheinende Wälder ohne große Höhenunterschiede und führte schließlich immerhin auf 386m Seehöhe. Hier präsentierte sich uns neben dem falsch plaziertem Hermann noch eine tolle Aussicht auf das Eggegebirge und die umliegenden Ortschaften.

Nachdem wir diesen ausreichend genossen hatten, rollten wir ohne Anstrengung zum Bahnhof Detmold, um die Rückreise nach Braunschweig anzutreten (63km, 1558 hm).

Als Wochenendtour ist der Hermannsweg unbedingt zu empfehlen. Landschaftlich ist der Abschnitt zwischen Bad Iburg und Bielefeld besonders reizvoll. Den Abschnitt Lengerich sollte man besser auf der nördlichen Variante umfahren. Technische Schwierigkeiten sind rar, aber konditionell sollte man die Tour nicht unterschätzen. Bei Nässe kann es auf dem Kalkgestein sehr rutschig werden.

Deutscher Alpenverein Sektion Braunschweig e.V., 1. März 2017